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Dienstag, Januar 27, 2009

Der Taxameter läuft

Hach wat is dat geil, da steht mein LKW im Hafen seit gestern früh um 09.00 um irgendwelches Geraffel für Berlin (Berlin? Nie gehört) zu laden. Wie die Stauer im Hafen so sind, haben die die Ruhe weg, bestellen zwar 30 LKW für einen Tag, obwohl die Ware lose verladen wird, heisst in diesem Fall, 1400 Kartons von Hand aufpacken. Macht 4-5 Std. Beladezeit pro LKW, heisst bei 8 Std. Tagen und 3 Pack-Teams, maximal 6 LKW/Tag, denn Überstunden sind bei den alt eingesessenen Pfeffersäcken vollkommen unbekannt. Mein LKW ist Nummer 19 auf der Liste und wird jede Stunde vertröstet mit den Worten: "Bleib ma' logger, geht gleich los."

So wie es aussieht, wird er morgen früh beladen. Und ich krieg jeden Tag voll bezahlt, man hat es ja in der Krise

Das kann die Woche so weitergehen, aber für den Fahrer tut es mir leid, der würd lieber kutschen

Freitag, Januar 23, 2009

Wetterbericht

Grad von einem Fahrer geschickt bekommen:

Strecke Giessen in Richtung Erfurt. Was bin ich froh, einen Bürojob zu haben

Samstag, Januar 10, 2009

Endgeiel...

Die Wohung ist Hit, der Traum der... was weiss ich denn, orgasmisch. 3. Stock, unverbaubarer Blick über den Park auf die Elbe vom vorderen Balkon, ebenso unverbaubarer Blick über die ruhige Nachbarschaft (Zitat) des Friedhofs auf der Rückseite. Alles frisch renoviert, die Schränke sind sogar noch mit Schutzfolie beklebt. Eine hammermässige Dusche mit Massagedüsen an 3 Seiten und Regenschauer-Kopf. Offene Küche zum gigantischen Wohnzimmer, alles mit Kirschholzparkett. Ein Zimmer für das Herzenskind ist auch dabei, UND eine Sauna im Keller !!!

Der Vermieter mag mich, überlegt sich nochmal was mit der Miethöhe und ich möge ihm doch bitte bis Mittwoche Bescheid sagen, ob ich die Wohnung haben möchte oder nicht.

Das kann alles nur noch gut werden jetzt

Mittwoch, Januar 07, 2009

Scheisswetter

Wir hier oben sind ja noch gut dran, im Ruhrgebiet sieht es noch ein wenig anders aus. Einem meiner LKW ist die Heizung ausgefallen, nun muss er alle paar Kilometer anhalten und innen die Scheibe freikratzen. Noch 60 KM bis zur Werkstatt...scheissendreck

Dienstag, September 02, 2008

Hamburch - Hermsdorf - Bamberch...

...wenn Engel reisen, dann ham' sie was zu erzählen; so auch Herz und meinereiner.

Da ich zu meinem Leidwesen nun doch gezwungen bin, einen oder mehrere eigene LKW auf die Strasse zu schicken - eine Sache, die ich für mich als nie-wieder-passierend ad acta gelegt hatte, musste ich in den Grossraum Bamberch, um dort eine Lastkutsche zu erwerben. Was liegt da näher, als das Ganze mit einem Herzenausflug zu verbinden.

Los ging die wilde Fahrt über Magdeburch und um da hin zu kommen, nahmen wir die Landstrasse von Ludwigslust über Stendal. Was mir auch dort, wie immer wenn ich in Neufünfland unterwegs bin, auffällt:

Die haben viel bessere Strassen als wir !!!

Und was auch immer wieder bemerkt werden muss, selbst wenn alle 2 KM ein Kreuz am Wegesrand die Finalisierung eines Fortpflanzungsfähigen Neubundesbürgers anzeigt, es reicht nicht, sie vermehren sich immer noch.

Auch gibt es dort eine erklekliche Anzahl von FKK-Clubs, wozu brauchen die Ossies die denn? Denen reicht es doch wenn ein LKW mal 'nen Placken Bausand verliert um sich da gleich mal, nackter Arsch voraus, drauf zu packen. Ich möcht da kein Haus bauen; kommst Samstags auf die Baustelle des gewünschten Eigenheimes und was siehst Du? Deine Nachbarn in spe haben den Freitag angelieferten Sand fein verteilt und halten nun ihre primären Gechlechtsorgane in den Wind, pinkeln in die Baggerschaufel und grillen ganze Ferkel in dem, was mal Dein Wohnzimmer werden soll. Ausrasten würd ich, nicht wegen der Pinkelei oder dem Grillen sondern wegen der obligaten Unansehnlichkeit der meisten FKK-Anhänger. Wär' da wenigstens was schnittiges bei, holte ich meine Kamera und alles ist gut, aber nein, alles was aussieht wie ein Sack Muscheln mit Gürtel meint ja, sich der Welt naggisch präsentieren zu müssen.

Von Magdeburch aus nahmen wir dann doch die Autobahn an Leipzig vorbei in Richtung Hermsdorf. Also, das muss man uns lassen, Autobahnen können wir denen bauen wie nichts, sowas gibts im Westen nicht mehr. Die Instandhaltung und Pflege allerdings haben die anders geregelt. Die Autobahnmeistereien dort haben anscheinend nicht die Aufgabe, totes Getier vom Wegesrand oder aus dem Strassenbegleitgrün zu klauben, da kommt dann einmal die Woche die Thüringer Tafel und holt das weg für das allsonntägliche H-IV Gourmetbuffet (Quelle: Herz, danke für den Spruch).

Ankunft Hermsdorf und alles über Lammsuppe gibt's bei Herz

Donnerstag, Mai 29, 2008

Im Kino sind nur nette Leute

Herz und ich waren im Kino - Indiana Jones - hach, wie geil. Der Film ist klasse, aber die alten waren besser - nicht so viel digitale Dummtricks - irgendwie authentischer.

Nun ist es so, dass wir beide beim Filmkonsum selten still sind. Wir reden über die Szenen, machen uns lustig über Kostüme usw. Allerdings nur, wenn grad im Film kein Dialog stattfindet und natürlich auch extremst leise.

Das Kino war voll und Herz und ich waren vom Ouzo unseres Lieblingsgriechen schon ein wneig angeschickert. Neben Herz sass eine nette Gruppe kleiner Duckmäuser, die auch nichts gesagt hätten wenn wir jede Szene im Voraus lauthals durchs Kino gebrüllt hätten. Mein Nachbar dagegen war ein Duckmäuser mit Beschwerde-Gen und so kam es, das nach etwa 20 Minuten Film er in einer ruhigen Sekunde sich drohend herüberbeugte und Bedeutungsschwanger verlauten liess:

"Ich hab für den Film bezahlt und nicht um mir Euer Gelaber anzuhören."

Ich war grad dabei zu trinken - darauf hat er wohl gewartet nachdem er sich diesen Satz zusammengedacht hatte - und konnte nichts sagen. Herz dagegen beugte sich an mir vorbei und sagte:

"Wir haben wenigstens jemanden mit dem wir reden können."

Von mir kam dann noch ein wohlmeinendes "Schon recht mein Jung"

Er sagte dauraufhin im Wegdrehen: "Arschloch" und ich fragte ganz interessiert: "Ach, Du hast auch eins?"

Danach war Ruhe und er sass den Rest des Films mit verschränkten Armen, kerzengerade im Sessel und verzog keine Miene. Nichtmal bei den lustigen Stellen, der hat den Film bestimmt gaaaaanz doll genossen, musste er doch die ganze Zeit Herzens und meine Zischlaute vernehmen, sobald sich auch nur jemand im Kino räusperte, zusammen mit unserem unkontrollierbaren Gegiggel wegen dem Horst.

Freitag, Februar 01, 2008

Neulich...

im Restaurant am Nebentisch:

Fehlleistung: Herr Ober, der Wein hat Kork
Ober: ....(3 Sekunden Schweigen)... Der Wein hat Schraubverschluss

Der Abend war gerettet

Mittwoch, August 01, 2007

Inkonsequenz mal anders

Gestern sitz ich bei einem Spediteur im Warteraum und am Tisch neben mir hocken 3 kurzgeschorene Arier, von denen einer auch diesen netten Aufnäher: "Ich bin stolz ein Nazi Deutscher zu sein" auf der Dummbeutelbomberjacke trägt.

Die 3 Arschkrampen reden so über dies und das und allerlei Belange, da setzt der eine zu folgendem, denkwürdigen Satz an:

"Da hat dieser Wichser doch die Chuzpe und rückt mit seiner ganzen Mischpoke bei mir zu Hause an!"

Was will man dazu noch sagen ??

Mittwoch, Juni 06, 2007

Schön wars

Herz und ich waren am Montag im Tori Amos Konzert.

Ich mag die Amos, nicht nur weil sie rote Haare hat; ihre Kompositionen sind so wunderbar weit weg von jeglichem Ufta-Ufta- und Hitparadenmüll - traumhaft.

Bei dieser Tour hat sie 5 verschiedene Programme im Repertoire und entscheidet jedesmal erst kurz vor Beginn des Auftrittes in welchem Kostüm und somit mit welchen Songs sie den Abend bestreitet.

Dieses Mal erschien sie in rotem Kleid mit blonder Perücke, ist mir egal, ich kenne die neue Platte eh nicht.



Das Publikum war echt gemischt, von Oldies über uns bis zu Teenies war alles vertreten, auch ein paar Grufties und einige Ökos. Der Joker liess es sich auch nicht nehmen, dieses Konzert zu verfolgen













Der passte auch gut zu Toris 2. Kostüm, welches sie in einer kurzen Pause anzog und Herz folgenden Spruch entlockte: "Poison Ivy meets Katja Ebstein"








Hinter mir sassen wieder einmal die Volldeppen, kennt ihr sicher alle; diese Hansel, die jeden Scheiss mit lautstarken "woooohooo-uh-uh-uhhhhhhhhuuuuuuhhhhh"-Gejohle kommentieren müssen, atonal gegen die Musik anklatschen und ihre Knie in Euren Sitz drücken und es dann schaffen mit den Arschbacken den Takt zu wippen, so daß sich der Impuls über die Beine direkt in Euren Rücken fortpflanzt.

Wie gesagt, die Musik von Tori ist endgeil, allerdings sollte sie im Studio bleiben, so weit wie die von Ihrem Publikum weg ist. Ein richtiger Entertainer ist sie nicht, nur eine geniale Musikerin und Komponistin.

Freitag, Juni 01, 2007

"Oh, Du bist ja gar nicht Holger"

Nun hab ich mich selbst angefixt, Geschichten aus meiner Arbeitgeberzeit zu posten

Eines Tages wurde ich von der Matriarchin unseres Unternehmens gefragt, ob wir nicht noch einen Fahrer bräuchten. Ich teilte ihr mit, daß wir derzeit gut besetzt seien und ich niemanden bräuchte. Meine Mutter ignorierte diese Ansage und erzählte mir im Plauderton, daß sie beim Einkaufen eine alte Freundin getroffen hätte, mit der sie seinerzeit auf der Wöchnerinnenstation lag und deren Sohn, 3 Tage älter als ich, wäre so unglücklich in seinem jetzigen Job und würde gerne bei uns fahren. Ich insistierte und sagte ihr, ich müsste schon jemanden entlassen um Plaz für den Kerl zu kriegen; meine Mutter schaute mich nipp an und meinte: Guck mal was Du machen kannst.

Naja, es ergab sich dann wirklich kurze Zeit später, das ein LKW frei wurde und ich stellte Holger ein.

Holger machte sich recht gut und bekam nach etwa 6 Monaten einen neuen LKW und damit eine feste Tour nach Berlin. Er fuhr also nun nahezu täglich morgens um 2.30 Uhr los, war dann so gegen 07.00 in der Hauptstadt, lud ab, nahm dort gleich Leergut wieder mit und war dann so gegen 14.30 wieder in Lübeck.

Eines Abends, so gegen 22.00 Uhr klingelte bei mir das Telefon - Holger hatte sich den Fuss verstaucht. Wie das dann so war, oblag es mir, seine Tour zu fahren und meinen Bürokram vom LKW aus zu erledigen.

Ich fahre also mitten in der Nacht los und am Ortsausgang Lübecks kommt mir eine Tankstelle unter die Augen, gut dem Dinge, schliesslich brauch ich noch Zigaretten, Red Bull zum Aufwachen und ne Bifi. Flugs angehalten und rein in die Hüte.

Ich geh also ans Kühlregal, zieh mir 2 Dosen Red Bull, ab in Richtung Kasse, da stehen oben auf der Theke schon 4 Halbe Holsten und 2 Päckchen Marlboro - ich rauchte Lucky Strike ohne Filter - und der Zapfsäulenschwengel guckte mich an und sagte: "Oh, Du bist ja gar nicht Holger".

Und für die, die immer das Gute im Menschen sehen: Nein, er trank die dann nicht Abends wenn er Heim kam.

Freitag, Mai 25, 2007

Polizeiazubinen

Vor ungezählten Jahren kauften wir eine DAF Sattelzugmaschine und den dazu passenden Sattelauflieger. Da hier unterschiedliche Lieferzeiten vorgegeben waren, oblag es mir, den Auflieger in Werlte bei der Firma Krone abzuholen. Also solo da hin, den Barscheck der gierigen Tippse in die dicken Finger gepackt und ab gings zurück nach Lübeck.

Es goss wie in Strömen und das nigelnagelneue Auto im Wert eines Reihenmittelhauses (damals) sah aus wie Sau.

Raststätte Budikate erwischte ich eine Grosskontrolle der Polizeischule Neumünster.

Bei unserer neuesten Investition handelte es sich um einen sog. Megatrailer, was bedeutet man konnte einen Trailer aufsatteln, der bis zu 3 metern Ladehöhe hatte, im Gegensatz zu 2,65 metern wie alle anderen. Um dies zu erreichen, wurde die Zugmaschine extrem tiefer gelegt (GTI Fans merket auf!!!), da ja der LKW trotz alem nicht höher als 4 Meter sein darf.
Die Maschine hatte also kleinere Reifen und Felgen, und alle Teile die sonst aussen dran hängen wurden zwischen den Rahmen gebaut damit nichts auf der Erde rumschleift.

Wie ich also dann in eine Kontrollbucht gelotst werde gesellen sich gleich 2 Polizeinovizinnen zu mir und fordern meine Papiere, die Fahrtenscheibe, wollen die Rettungsweste, beide Warnlampen, den 1.Hilfekasten, das Warndreieck und die Ladepapiere sehen - sowas hatte ich noch nicht erlebt.

War ja alles da, ist ja schliesslich neu die Karre, nur die Ladepapiere gingen nicht, ich musste denen tatsächlich die nackte leere Ladefläche zeigen.

Hinter den beiden hypermotivierten stand der Ausbilder und schaute sich höchst interessiert den Zug an - war was ganz neues, Messekauf, gabs nördlich der Linie Bremen - Hannover - Berlin nur diesen einen von.

Als ich schon dachte, die Kontrollwut der beiden Mädels hätte ein Ende, flüsterte der Ausbilder der einen was ins Ohr, trat einen Schritt zurück und zwinkerte mir zu. Was nun folgte lässt mich heute noch grinsen:

Sie: "Haben sie vor Fahrtantritt die Bremsanlage entwässert?"
(Zur Erklärung: LKW bremsen mit Druckluuft, nicht mit Flüssigkeit. Da die Luft von aussen angesogen wird, kann sich in der Bremsanlage Kondenswasser bilden, welches sich in den Luftvorratsbehältern absetzt und von dort aus unter Umständen in die Druckluftleitungen gerät und die Bremswirkung mindert. Um dies zu vermeiden haben die Behälter unten ein Ventil, das der Fahrer betätigen kann, um das Wasser abzublasen.)
Ich: "Was soll ich machen?"
Sie: "Die Druckluftbehälter entwässern."
Ich: "Hör ich zum 1. Mal."
Sie: "Dann tun Sie das bitte jetzt!" (Versuch der Autorität)
Ich: "Wie denn, wo denn?"

Daraufhin forderte der Ausbilder die beiden auf, mir das mal zu demonstrieren. Ich stieg also aus, stellte mich neben den Ausbilder unter seinen Regenschirm und schaute ganz interessiert.

Wie gesagt, der LKW ist tiefer gelegt und die Druckluftbehälter sind INNERHALB des Rahmens verbaut, was heisst, man muss sich flach auf den Bauch legen und unter den LKW kriechen - etwa 35 bis 40 cm Bodenfreiheit.

Die Frischlinginnen robbben sich also in Natopioniermanier unter den komplett versifften und schlammigen LKW, sauen sich komplett ein, finden die Ventile, drücken drauf, mit 9 ATÜ jagt ihnen die Luft entgegen, nicht ohne eine Menge Dreck in ihre Gesichter zu blasen, und - NICHTS.

Mittlerweile standen wir mit 2 weiteren Polizisten, einigen Anwärtern und so 6 oder 7 feixenden LKW Fahrern drum herum und freuten uns ob dieses erbaulichen Schauspiels.

Die armen Schnecken robben also unter dem LKW wieder raus, gucken mich an, wischen sich den Schlamm aus dem Gesicht und die eine sagt: "Da war kein Wasser drin, das versteh ich nicht."

Ein anderer Fahrer konnte nicht an sich halten und sagte mit tief trockener Stimme:

"Automatischer Lufttrockner, seit 6 Jahren Serie"

Donnerstag, Mai 24, 2007

Wenn ich schonmal dabei bin...

Da kommen nun echt olle Erinnerungen zurück, eigentlich für meinen Vergangenheitsblog, aber hier geht ja auch.

Zu meiner Lehrzeit hatten wir bei der Firma die das Leid hatte mich ertragen zu müssen, einen Spiritousen- und Weinimporteur als Kunden. Selbstredend befand sich immer eine ansehnliche Menge besten französischen Rot- und Weißweins bei uns am Lager. So geschah es an so manchem Abend, daß der Boss aus seinem Kabuff kam und mir, dem Stift, auftrug, ans Lager zu gehen und den sog. Bruch zu konfiszieren.

Als er dies das erste Mal zu mir sagte, so etwa 1 Woche nachdem ich die Lehrstelle angetreten habe, kam ich nach 10 Minuten aus dem Lager zurück und teilte ihm mit, es sei keine Bruchware zum konfiszieren da. Schwupps hatte ich nen Schlag ins Genick gekriegt und folgte dem Herrn und Meister ins Lager während dieser lamentierte: "Alles muss man diesen Plagen beibringen, nichts können die alleine!"

Am Lager angekommen, hob der Vortänzer einige Karton vor seine Nase, beguckte sich die Sorte und den Jahrgang, senkte einen ihm genehmen Karton auf Kniehöhe ab und liess ihn auf die Kante fallen. Dabei ging eine Flasche kaputt, der Karton war aufgeweicht, die Etiketten der anderen Flaschen lösten sich ab und er sagte: " IST DAS ETWA KEIN BRUCH?"

Ich habe nie wieder keine kaputten Flaschen am Lager gefunden.

Schmierlapp oder. waschen? wasn das?

Ich bin ja zum Spediteur mutierter Fuhrunternehmersohn. Da hatten wir mal einen Kutscher, namens M. Pech, ja so hiess der und das hatte er auch ständig.

Pech war irgendwie echt gescheitert und trat permanent in die Fäkalie. Als er eines Januares ein langes Wochenende machte, wurde er prompt alkoholisiert von der Polizei angehalten. Im anschliessenden Verfahren wurde ihm für 30 Tage der Führerschein entzogen; anstatt uns Bescheid zu geben, fuhr er einfach weiter - NEIN, Spediteure sind nicht verpflichtet sich wöchentlich den Lappen zeigen zu lassen - Allerdings war er so blöd, das Papier auch nicht bei der Polizei abzugeben, was im Rahmen der dann folgenden Einziehung mittels Staatsgewalt damit endete, daß die Trachtengruppe bei mir im Büro stand, ich ihn anrufen musste und in Bremen seinen LKW abholen musste weil er ja nicht mehr fahren durfte. Er durfte dann allerdings seinen Jahresurlaub nehmen und diesen damit verbringen, Montags bis Freitags bei unseren Kunden ab 16.00 herum zu lungern und die LKWs zu beladen damit seine Kollegen früh Feierabend machen konnten.

Ich stoppte ihn also telefonisch auf der Autobahn Bremen - Hamburg und sagte ihm, er solle da mal 2 Std. stehen bleiben. Flugs einen anderen Fahrer angerufen und zu 2. mit dem PKW dahin. Heinz, der andere Fahrer, mahnte an, daß er sich KEINESFALLS, unter Androhung sofortiger Kündigung, in Pechs LKW setzen würde, sondern mit meinem PKW nach Lübeck zurückfahren würde - ALLEIN!!!

Langer Rede kurzer Sinn. Es war Februar, -6 Grad draussen und ich bin mit Pech auf dem Beifahrersitz mit offenem Fenster und Erfrierungen an Händen und Nase auf dem Hof angekommen. Es/er stank so bestialisch, vergleichbares habe ich nie wieder gerochen.

Etwa 3 Jahre später, Pech war nicht mehr bei uns beschäftigt; ich stehe mit einem Spediteur aus Bad Oldesloe Samstagsmorgens auf dessen Betriebsgelände und wir schwätzen ne Runde, da kommt eine Zugmaschine solo um die Ecke geschleudert, hüpft über die Bodenwelle und kommt 2mm vor anderen Zugmaschinen mit stotterndem ABS zum Stehen. Ich gucke meinen Kollegen an und sagte: "So einen hatten wir auch mal." Der Kollege darauf:"Das ist Schmierlapp, ich meine M.Pech."

Pech steigt aus und mein Kollege stöhnt auf, ich frage was er denn hätte, so sähe der doch immer aus, da sagt Kollege mir folgendes:

"Der ist vor 8 Tagen mit 'nem Kühler nach Südspanien, in genau DER Hose und DEM T-Shirt. Jede Wette, der hat keine Tasche im LKW."

Ich hab nachgesehen, es war keine Tasche mit Wechselwäsche vorhanden. Es gab auch kein Bettzeug oder Toilettenartikel im LKW.

Guten Appetit

Montag, April 02, 2007

Kasimir v. Klöden-Schleck XVII

Das spart Zeit; muss man doch dem Bestatter nicht mehr die Arbeit überlassen, Opa's Beisser nach der Finalisierung zu entgolden. Eine Kneifzange tut es auch.

Freitag, Dezember 29, 2006

Marketingoverload

In diesem Post berichtete ich von meiner Fahrt nach Straußfurt; hierzu noch eine Sache, die erwähnenswert ist, irgendwie

Auf der Rückfahrt aus dem Westen des Ostens überkam mich ein Bedürfnis, dessen Befriedigung wenig bis gar keinen Aufschub duldete. Ich hielt also an einer Raststätte und suchte die dortige Örtlichkeit auf. Männer kennen das, man stellt sich vor das Urinal und schliesst entspannt halb die Augen, den Blick gesenkt und schaltet ab. Hier jedoch fuhr mir beim ersten mich verlassenden Tropfen der Schreck in die Glieder, schaltete sich doch justament die Beleuchtung der Werbebotschaft auf dem Pissoir mittels Sensor ein und leuchtete mir ins Gesicht


Was dabei einigen übernächtigten Autofahrern so alles daneben gehen kann...
Der Sensor ist NICHT Bewegungssensitiv, denn ich stellte mich einfach mal an ein anderes Urinal, nein er reagiert auf Befüllung - Himmel

Ich muss wirklich fragen, wer wohl dort werben wird. Charmin, "00", Henkel?

Ästhetik pur

Diesen Biker möchte ich Euch nicht vorenthalten. Er saß in meinem Lieblingsrestaurant in Bangkok direkt vor mir und bot diesen unvergesslichen Anblick


Da ich das Recht der Öffentlichkeit auf volle Informationsbereitstellung akzeptiere, habe ich auch noch eine Nahaufnahme des besonders ästhetischen Teiles gemacht

Noch ein paar Impressionen

Da ich nun endlich die Speicherkarte meines Mobiltelefones auslesen konnte, muss ich noch ein paar Dinge nachreichen

Tigerdinge


Weihnachtsbäume in Bangkok waren in diesem Jahr Blau


Meister Propper war auch da

Seid's ihr noch ganz g'scheit? die 2.

Nummer III muss ich ja noch nachreichen

Endlich im Hotel angekommen, Sackgassenlage direkt am Stephansdom, wollte ich dann doch gerne wissen, wo denn die Tiefgarage des 4 **** Hotels sei. Antwort der jungen Dame: Wir haben keine Tiefgarage, aber wir haben einen Parkierungsservice, der holt ihr Auto ab und platziert es in einer Garage,wenn Sie das Fahrzeug brauchen, bringt er es Ihnen."

Frohlockend ob des Services dieses Hotels knallte ich meinen Schlüssel auf die Theke und sagte: "Dann mach mal, bitte". Daraufhinh kam ein:" Da brauch ich Ihre Kreditkarte, das kostet 24,00 Euro pro Tag."

Darin enthalten ist genau EINE Abholung oder EINE Lieferung des Fahrzeuges, genauer, EINE Bewegung. Denn als ich mein Auto mal über den Tag haben wollte, wurden mir prompt 4,50 Euro für die Wiederabholung der Karre von der Karte gesaugt.

Nicht schlecht für ein Hotel, dessen Doppelzimmer 175,00 Euro die Nacht kostet und der 0,02 Flachmann Gordons Gin in der Minibar lächerliche 7,50 Euro, gell?

Ja, die Öschies wissen schon wie man den Piefkes die Kohle aus der Tasche zieht.

NATÜRLICH gab es auch Dinge, die sehr schön, bzw. auch für uns zum ablachen waren, aber darüber hat Jagolina berichtet, die hat nämlich die Photos und ausserdem war bei allem was passierte sie diejenige, die rief: "Erster Blogger ohne Streit."

Montag, Dezember 25, 2006

Seid's ihr noch ganz g'scheit?

Ja, es ist mal wieder Weihnachten und mein Herz und ich waren in Wien. Morgens um 6:30 Uhr flogen wir in Hamburg ab, kurz vor 8:00 landeten wir in Wien. Wie es meine Art ist, hatte ich versucht, jedwedes Deutsch-Österreichische Problem auszuschalten und hatte alles von Deutschland aus gebucht und bezahlt; Flug, Hotel, Mietwagen, wäre es gegangen, ich hätte auch noch die Restaurantrechnungen vorab überweisen. Alles egal, kannst machen wie Du willst, es taucht garantiert so ein Schluchtenheini auf und pulverisiert Deine Planung. Uns erwischte es in Form des Mietwagenhansels der Firma Budget am Wiener Flughafen.

Ich hatte durch den Fahrzeugvermieter meines Vertrauens einen Mietwagen reserviert und diesen auch gleich für 4 Tage im Voraus per Kreditkarte bezahlt. Auf dem Wagen-Voucher stand drauf, daß alles, aber auch wirklich alles bezahlt sei: Versicherung, Kaution, das volle Wohlfühlprogramm, selbst Tankdifferenzen seien vorsorglich abgeglichen, Vermieter was willst Du mehr?


Kann ich Euch sagen. Als wir am Schalter ankamen, legte ich fröhlich lächelnd meinen Voucher, Führerschein und Personalausweis auf die Theke und bat um Aushändigung der Schlüssel. Der Hansel schaute missmutig auf, erwiderte mein höfliches "Moin" durch wienerische Ignoranz des Piefkes und liess sich dazu herab, ein kurzes, prägnantes "Kreditkarte?" zu nuscheln. Etwas hilflos legte ich also meine Kreditkarte auf den Tresen, ein kurzer Hanselblick und? "Die nehm wir nicht". Das war alles. Kein weiteres Wort, er wandte sich umgehend seinem Bildschirm zu und würdigte mich keines Blickes mehr. Leicht konsterniert ob dieser Gastfreundschaft fragte ich, was dies denn nun bedeute. "Die Karte akzeptieren wir nicht, ihnen geb ich kein Auto."

Ich bin Ex-Choleriker und Bluthochdruckler, dazu kommt, daß ich seit etlichen Jahren Österreichspediteur bin und eine sehr hohe Antipathie gegen dieses Bergvolk und seine Serviceleistungen entwickelt habe. ABER, ich blieb einigermassen ruhig, holte 3 - 10 mal tief Luft und säuselte in liebreizendstem Ton: "Schauen sie, es ist doch alles bezahlt, wofür brauchen Sie denn da nochmal die Karte?" Antwort: "Ohne Karte geb ich Ihnen kein Auto!" - "Aber ich hab doch die Karte und hier ist die Quittung, das Auto ist für 4 Tage inklusiv allem Er- und Undenklichem bezahlt."

Kurz mal angemerkt: Während dieses Dialogs schaute er mich nicht ein einziges Mal an, sondern stierte stumpf in seinem Bildschirm.

Da war dann der Punkt erreicht, wo ich den Sachverhalt nochmal für mich zusammenfasste und zu begreifen versuchte, daß man in Austria ruhig alles im Voraus buchen kann und es dort keinen Interessiert. Also verlangte ich meine Unterlagen und Dokumente zurück, die hatte er nämlich immer noch vor sich liegen während er mich ignorierte und wahrscheinlich "Piefkes sind doof" in seine Tastatur hackte und wir machten uns vom Acker.

Ein Auto hab ich dann bei einer anderen Firma dann doch noch bekommen, natürlich zu einem weit höheren Preis mit dem ich meine Karte auch noch belasten durfte.

das war Nummer I, Nummer II folgte auf dem Fuss.

Die Autobahn zwischen Wien und Flughafen wird ausgebaut, wie wir da also in Richtung City fahren, knallte uns ein auf der Baustelle hochgewirbelter Kiesel in die Frontscheibe und es zeigte sich umgehend ein nettes kleines Loch in Höhe meiner Augen.

Nummer III kam auch noch, aber dazu später mehr.

Montag, Dezember 18, 2006

Reisenachlese und Abwesenheitsmitteilung

Mittlerweile bin ich seit 1,5 Wochen wieder im Lande der Geizlinge und Spassbefreiten. Zeit, einmal wehmütig zurück zu schauen und Euch an ein paar Nettigkeiten teilhaben zu lassen.

In Thailand, speziell in Bangkok, gibt es tolle Dinge zu sehen:

Beispielsweise diese leckeren Schaben, die gibts da frittiert an jeder Ecke. Aber nur zu empfehlen, wenn man einen Pferdemagen hat oder Fish 'n Chips verträgt.















Auf der Sukhumvit, der, ich glaube längsten Strasse der Welt (einige 100 KM), laufen einem auch schon mal Otti-Fischer-Doubles über den Weg, oder wie in meinem Fall, kacken einem vor die Hufe:

















In Sri Racha, einem Landstrich zwischen Bangkok und Chon Buri, machen die Thais merkwürdige Sachen mit Schweinen und Tigern














Wenn man sich am Strand von Jomtien aufhält, sollte man sich unbedingt mal direkt an den Liegestuhl etwas Seafood bringen lassen.















Aber das ist ja nun erstmal erledigt, Morgen geht es dann mit meinem Herz nach Wien, um den wundervollen Weihnachtsmarkt dort zu geniessen. Zurück dann nach den Festtagen, bis dahin