Posts mit dem Label Neufünfland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Neufünfland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, September 02, 2008

Hamburch - Hermsdorf - Bamberch...

...wenn Engel reisen, dann ham' sie was zu erzählen; so auch Herz und meinereiner.

Da ich zu meinem Leidwesen nun doch gezwungen bin, einen oder mehrere eigene LKW auf die Strasse zu schicken - eine Sache, die ich für mich als nie-wieder-passierend ad acta gelegt hatte, musste ich in den Grossraum Bamberch, um dort eine Lastkutsche zu erwerben. Was liegt da näher, als das Ganze mit einem Herzenausflug zu verbinden.

Los ging die wilde Fahrt über Magdeburch und um da hin zu kommen, nahmen wir die Landstrasse von Ludwigslust über Stendal. Was mir auch dort, wie immer wenn ich in Neufünfland unterwegs bin, auffällt:

Die haben viel bessere Strassen als wir !!!

Und was auch immer wieder bemerkt werden muss, selbst wenn alle 2 KM ein Kreuz am Wegesrand die Finalisierung eines Fortpflanzungsfähigen Neubundesbürgers anzeigt, es reicht nicht, sie vermehren sich immer noch.

Auch gibt es dort eine erklekliche Anzahl von FKK-Clubs, wozu brauchen die Ossies die denn? Denen reicht es doch wenn ein LKW mal 'nen Placken Bausand verliert um sich da gleich mal, nackter Arsch voraus, drauf zu packen. Ich möcht da kein Haus bauen; kommst Samstags auf die Baustelle des gewünschten Eigenheimes und was siehst Du? Deine Nachbarn in spe haben den Freitag angelieferten Sand fein verteilt und halten nun ihre primären Gechlechtsorgane in den Wind, pinkeln in die Baggerschaufel und grillen ganze Ferkel in dem, was mal Dein Wohnzimmer werden soll. Ausrasten würd ich, nicht wegen der Pinkelei oder dem Grillen sondern wegen der obligaten Unansehnlichkeit der meisten FKK-Anhänger. Wär' da wenigstens was schnittiges bei, holte ich meine Kamera und alles ist gut, aber nein, alles was aussieht wie ein Sack Muscheln mit Gürtel meint ja, sich der Welt naggisch präsentieren zu müssen.

Von Magdeburch aus nahmen wir dann doch die Autobahn an Leipzig vorbei in Richtung Hermsdorf. Also, das muss man uns lassen, Autobahnen können wir denen bauen wie nichts, sowas gibts im Westen nicht mehr. Die Instandhaltung und Pflege allerdings haben die anders geregelt. Die Autobahnmeistereien dort haben anscheinend nicht die Aufgabe, totes Getier vom Wegesrand oder aus dem Strassenbegleitgrün zu klauben, da kommt dann einmal die Woche die Thüringer Tafel und holt das weg für das allsonntägliche H-IV Gourmetbuffet (Quelle: Herz, danke für den Spruch).

Ankunft Hermsdorf und alles über Lammsuppe gibt's bei Herz

Montag, Januar 15, 2007

Das leuchtet mir ein

Gestern sah ich in den Nachrichten, das der neonationalsozialistische Rechtsanwalt Jürgen Rieger, übrigens 1970 Mitbegründer eines CSU-Freundeskreises (das lässt tief blicken), in Brandenburg ein großes Areal zu erwerben gedenkt um dort ein Schulungszentrum (Umerziehungslager?) zu errichten.

Was viele nicht für möglich gehalten hätten: Brandenburg wehrt sich dagegen und will das Grundstück vielleicht selbst erwerben.

Versteh ich vollkommen, wer holt sich schon freiwillig die Konkurrenz ins eigene Haus?

Freitag, Dezember 29, 2006

Marketingoverload

In diesem Post berichtete ich von meiner Fahrt nach Straußfurt; hierzu noch eine Sache, die erwähnenswert ist, irgendwie

Auf der Rückfahrt aus dem Westen des Ostens überkam mich ein Bedürfnis, dessen Befriedigung wenig bis gar keinen Aufschub duldete. Ich hielt also an einer Raststätte und suchte die dortige Örtlichkeit auf. Männer kennen das, man stellt sich vor das Urinal und schliesst entspannt halb die Augen, den Blick gesenkt und schaltet ab. Hier jedoch fuhr mir beim ersten mich verlassenden Tropfen der Schreck in die Glieder, schaltete sich doch justament die Beleuchtung der Werbebotschaft auf dem Pissoir mittels Sensor ein und leuchtete mir ins Gesicht


Was dabei einigen übernächtigten Autofahrern so alles daneben gehen kann...
Der Sensor ist NICHT Bewegungssensitiv, denn ich stellte mich einfach mal an ein anderes Urinal, nein er reagiert auf Befüllung - Himmel

Ich muss wirklich fragen, wer wohl dort werben wird. Charmin, "00", Henkel?

Mittwoch, November 01, 2006

Ich will ins Saarland

Ja ja, ich weiss, das Saarland ist auch nicht so der Bringer, eingepfercht zwischen Belgien, Luxemburg und Frankreich ist man da ziemlich am Arsch wenn man so wie ich keine Silbe französisch spricht, dann gibts da noch den Oskar, den alten Fickspecht; ABER, schaut Euch mal die regionalen Feiertage an. Die machen nahezu alles mit. Ausser Reformationstag(gestern), und Hlg. 3 Könige sind die bei jedem Ich-mach-Blau-Tag dabei. Nicht wie wir hier im Norden - also Norden, NICHT Nordosten, da leg ich wert drauf.

In Sachsen boykottieren die sogar die Abschaffung des Buß.- und Bettages und machen da auch noch blau, klar, wozu auch arbeiten wenn der gesamte Rest der Republik auf Anordnung unserer Vortänzer das BSP steigert - ie hams ja.

Ich bin ja für die Abschaffung aller regional begangenen Feiertage, mir als Spediteur bringt das nämlich nur Nachteile. Besonders wenn dann einige Länder auch noch ein Feiertagsfahrverbot für LKW durchsetzen. Das bringt so allerlei durcheinander, wenn man, so wie gestern, um von Hamburg nach Wien zu kommen, nicht durch Neufünfland fahren darf, um via Tschechien in Austria einzufallen. Nein, da gurkt man dann bis Passau, an Linz vorbei Richtung Protektoratshauptstadt. Macht einen Umweg von fast 200 KM, ganz zu schweigen von den immensen Mehrkosten bei der Maut. Da rappelts richtig in der Kasse, 60,00 mehr deutsche Wegelagerungsabgabe und fast 90,00 bei den Schluchtenheinies. Ja, das ist wirtschaftlich echt klasse.

Also mit Ausnahme des Reformationstages würd ich alles gleichschalten. Den Reformationstag kann man ausser Acht lassen, weil, ob die 50 Leute da drüben nun arbeiten oder die Linde rauscht macht volkswirtschaftlich den Kohl auch nicht fett.

By the way: Was macht der Ossie am Reformationstag wenn alle anderen arbeiten?
Er probt seine zukünftige Hartz-IV Existenz.

Freitag, Oktober 20, 2006

Homer? Da lach ich doch über!

Nein, hier ist nicht Homer Simpson gemeint ihr Blitzbirnen, sondern der alte Grieche.

Es ergab sich, daß ich, um einen sehr guten Kunden zufrieden zu stellen, mir einen Wagen mieten musste, damit in Straussfurt ein grosser Lebensmittelkonzern, welcher Lebensmittel liebt, noch schnell ein wenig Fertigfutter bekommt.

Vom Norden der Republik also auf die A7 Richtung Kassel. Bis zur Abfahrt Lutter war ich guter Dinge. Dann runter von der Wessiebahn und rein in den Harz. Ich musste also von dort aus an Osterode und Seesen vorbei in Richtung Nordhausen um von da aus nach Straussfurt zu kommen. Straussfurt liegt bei Erfurt.

Das allein find ich ja schon toll, Orte im Osten, die nah beieinander liegen, haben oftmals die gleiche Endung. Nordhausen,Sangerhausen,Windehausen, oder die ganzen *-oda ' s.

Dank einer Unmenge von Umleitungen, gesperrter Strassen und mangelnder Beschilderung odyssierte ich also durch den Ostharz und erfuhr mir dabei mannigfaltige Eindrücke aus diesem, mir bisher unbekannten, EU-Nachbarland.

In Thüringen sind einige Tankstellen auch Nachts geöffnet. Wie ich also so gegen 01:30 durch Nordhausen juckel, komme ich an einer Strasse entlang an der gleich 3 Tankstellen einen Nachtservice anboten, vor jeder dieser Tankstellen stand ein aufgemotzter Wolfsburger Kleinwagen, um den eine Horde Hartz-IV-Nachkommen rumlungerte, Musik hörte und sich gemütlich einen ansoff - grandiose Freizeitgestaltung muss ich sagen. Ich musste eigentlich ganz dringend einen Kaffee haben, eine BiFi zwischendurch wär auch gelegen gekommen, aber muss ich mich zwischen desillusionierte Ostbürger begeben, die mir dann meine entgeldete Tätigkeit neiden? Sicherlich nicht. Ausserdem wollte ich den Kontakt zu den Ureinwohner auf ein Minimum begrenzen, wer weiss denn, ob dieser Dialekt nicht ansteckend ist?
Nachdem ich also die Reviere der "Aral-Anarchisten", ihrer Konkurrenten - den "Shell-Säuen" und den "Total-Truppen", oder wie auch immer die Tankengangs da unten sich nennen, verlassen hatte, kam auf den folgenden 70 KM bis Greußen keine einzige lumpige Tanke mehr - na toll.

Endlich bei den Futterliebhabern angekommen, wurde mir von einem gescheiterten Wirtschaftsökologie Studenten, der da den Pförtner machte, lapidar mitgeteilt, daß es ihn einen Scheiss interessiert ob das eine Sonderanlieferung sei, ich habe Termin bis 06.00 Uhr und nu sei es 02.45, da könne ich ja nun 3 Stunden warten. Um 06.05 wurde mir endlich Einlass gewährt und ich durfte an die Rampe, um mein Futter los zu werden.

In Gestalt einer etwa 60-Jährigen Aboriginee erschien die Warenannehmerin und es entspann sich ein sinnfreier Dialog, den ich hier wiedergeben möchte

Osse: Sin das de Sachen von XXX?
Ich: Moin, Joh
Osse: Sin se aus Hambug gekommen?
Ich: Joh
Osse: Sin se damit extra hierher jefahn?
Ich: Joh
Osse: Sin se Hambuga?
Ich: Joh
Osse: Da war ich noch nie, aba Jan Fedder kenn ich, den guck ich imma!
Ich: Ach was, ischa doll

Da hatte sie dann gemerkt, daß ich keinerlei Intention verspürte, den ersten Kontakt mit einer Prä-Ökonomie-Zivilisation herzustellen und machte meine Papiere fertig, auf das ich endlich verschwinden kann.

Der Rückweg gestaltete sich noch schwieriger als der Hinweg. Allein die A38, die aus etwa 75 Teilstücken besteht, welche immer wieder von einer der 150 ausgeschilderten Bundesstrassen unterbrochen wird, die einen im Zick-Zack-Kurs durch den Südharz führen, brachte mich an den Rand des Wahnsinns.

Doch bei meiner Tour durch die etwa 5.000 Gemeinden zwischen Straussfurt und Duderstadt machte ich noch eine bemerkenswerte Entdeckung:

Der obligate Gebrauchtwagenhöker am Ortseingang/-ausgang heisst im Osten wahlweise Vaclav, Pavel oder Iwan und nicht wie hier Ali, Ismail oder Yusuf, ansonsten aber unterscheiden die sich nicht - beide haben Dreieckgirlanden über die Fahrzeuge gespannt, an jedem kleben die Schilder "Schnäppchen / wenig KM / heute erst den Tacho runtergedreht", etc.

Als ich kurz hinter Böseckendorf dann die Demarkationslinie überschritt, machte ich exakt das, was mein Vater anno 1981 bei unserer Rückkehr aus Schwerin tat, als wir die Grenzkontrollstelle Schlutup hinter uns hatten: Ich riss die Arme hoch und schrie "Endlich!!!"

Donnerstag, August 24, 2006

Kasimir v. Klöden-Schleck III

Warum heisst eine Wespe, die zum stechen zu faul ist, nicht Ospe?